01.05.2012
Sie zu ehren, -Läßt das Volk die Arbeit heute ruhn. – Dieses ist die neue Lehre: - Arbeit ist nicht Elend, – Sondern hohe Ehre. – Nicht ein Fluch ist Arbeit, – Vielmehr Segen. -Freude leuchtet allerwegen: – Jeder freut sich, daß er Arbeit hat, – Liebt die Arbeit – Als den Garten seiner Früchte, – Nichtstun hieße ihm die leerste Wüste. – Stolz erfüllt ihn auf ermühte Ernte, – Stolz beglückt ihn auf geschaffene Werke.
Einig feiern darum alle Deutschen, – Ob sie graben oder hämmern, – Am Maschinenbande schaffen, – Kohle aus der Erde fördern – Oder braun’ und gelbe Körner – Ob sie auf gewölbten Schiffen – Meereswogen kühn zerfurchen, – Ob mit donnernden Motoren – Sie die Luft im Flug durcheilen – Heute feiern sie das Dankesfest:
Dank der Arbeit, Dank dem Tag, – Der dem heiligen Recht der Arbeit – Wunderbar zum Ruhm verholfen, – Der, die Arbeit uns verordnend, – Aller Deutschen Vorarbeiter, – Die Nation gesund gemacht hat – Und der Freude an der Arbeit – Auch die Freude nach der Arbeit – Beigefügt im guten Wechsel.
Eingeschrieben – Hat er allen deutschen Herzen: – Unser Leben lieben – Heißt zuerst die Arbeit lieben. – Arbeit macht frei! – Das ist die Losung für den ersten Mai. – Dies aber ist der Sinn der Feier: – Der uns aus Nichtstuns Not befreit – Dank, Dank und ewig Dank – Ihm, dem Befreier!
frei nach Rudolf Paulsen